Spagyrik
Der Begriff Spagyrik wurde aus den griechischen Wörtern für
"trennen" (spaein) und "verbinden" (agarein) gebildet und beschreibt
den Grundgedanken dieser Form der Zubereitung von Heilmitteln.
Spagyrik ist nur der praktische Teil einer ausgefeilten umfassenden
Philosophie.
Genauso wie der Mensch wird in der Spagyrik auch eine Pflanze in
der Dreiheit von Körper, Seele und Geist gesehen.
Moderne Arzneien stammen praktisch alle direkt oder indirekt von
Wirkstoffen von Pflanzen ab. Die Pharmakologie untersucht die
Pflanzen auf ihre Einzelbestanteile und welche Wirkungen sie
hervorrufen. Diese Substanzen werden dann in möglichst reiner Form
gewonnen oder synthetisch hergestellt; stellt somit nur den
matereillen Aspekt im System dar.
Seit kurzem untersucht die Wissenschaft, wie Seele und
Immunsystem sich wechselseitig beeinflussen. Es ist mittlerweile
unbestritten, dass Nerven- und Immunsystem über nervale und
hormonelle Reize verbunden sind. Die Spagyrik greift diesen Ansatz
auf, dass eine Pflanze oder ein Teil davon ein bestimmtes Prinzip
darstellt, welches zur Heilung bestimmter Erkrankungen geeignet ist.
Dabei leisten alle Bestandteile einen Beitrag zur harmonischen
Entfaltung der Wirkung.
Deshalb ist das Ziel des spagyrischen Prozesses, alle
Bestandteile insgesamt in eine Form zu bringen, die im menschlichen
Körper heilend wirkt. Auf dieser Grundlage kann ein Medikament aus
spagyrischen Einzelsubstanzen für den Patienten sehr individuell
zusammengestellt werden.

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