Die Arbeit am Tonfeld ®

Ausschlaggebend für die Erfindung der Arbeit am Tonfeld waren Prof. Deusers Erkenntnisse, daß im Greifen der Hände, die eigene Psyche mitbegriffen wird. Über das Greifen der Hände wird die Beziehungsgeschichte jedes Einzelnen wahrnehmbar, inneres "Bewegt" sein wird sichtbar, greifbar und daher wandelbar. Alle Persönlichkeitsentwicklung basiert auf einem Beziehungsgeschehen. Und hier spielt die frühkindliche Beziehungserfahrung zur Mutter eine maßgebliche Rolle; Erfahrungen, die nur über den Zugang zu unserem Unterbewußtsein „greifbar“ sind.

Jede Beziehungsgestaltung ist immer Selbstgestaltung. Die Arbeit am Tonfeld nimmt diesen Zusammenhang auf und gestaltet ihn.

Ablauf des Settings:

Was finden wir vor bei der Arbeit am Tonfeld?

Einen Holzkasten, eine Schüssel mit Wasser, und zwei Personen. Eine Person , nämlich der Arbeitende, begibt sich ohne Aufgabenstellung, meist mit geschlossenen Augen, in einen greifenden, handelnden, und schöpferisch gestaltenden Umgang mit dem Material, dem Ton, und bringt damit seine Beziehung zu sich und zu seiner Welt zum Ausdruck. Der Begleitende, der Therapeut unterstützt diesen Prozeß maßgeblich.

Was passiert in diesem Prozeß?

Durch die Beziehung mit der Tonerde werden wir mit den unbewußten biografischen Beziehungserfahrungen in Berührung gebracht, und gewinnen strukturell durch die Bewegung sichtbar, die Möglichkeit zur Umformung, zu neuen Möglichkeiten nach seinen Lebensbedürfnissen.

„Wenn ich berühre, bin ich berührt, wenn ich bewege, bin ich bewegt.“

Die Arbeit holt denjenigen an der Stelle ab, an der Dinge nicht gelebt, nicht erfahren werden durften; und darf sie durch das Greifen erfahrbar machen und somit „nachnähren“ Die Arbeit am Tonfeld lehrt uns die enorme Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten, sprich Selbstheilungskräften; eben jeder formt sie nach seinen Bedürfnissen. Und jeder trägt dieses riesige Potential in sich.

Damit besteht auch die Möglichkeit das Erfahrene im Alltag umzusetzen.

Diese Vorgänge der Neuorientierung von Beziehung zu sich und zum anderen, entsprechen der Auffassung des Individuationsprozesses bei C. G. Jung.

Für wen ist diese Arbeit geeignet?

- Für Kinder und Jugendliche zur Entwicklungsförderung vor allem aber im Zusammenhang mit Erziehungs - und Beziehungsproblemen.

- Für Erwachsene in Krisensituationen, zur Bearbeitung, bzw. deren Aufarbeitung; die Probleme in Beziehungen (Familie, Partnerschaft, Arbeitsplatz) haben oder die ihr kreatives Potential erweitern möchten, bzw. ihren eigenen Individuationsprozeß voranbringen wollen.


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